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Mormugao | Indien – Ausflug: Zu Besuch in den Mangroven & Gewürzfarm Sahakari

Mormugao | Indien – Ausflug: Zu Besuch in den Mangroven & Gewürzfarm Sahakari

Auch in Mormugao haben wir uns für einen geführten Ausflug entschieden, den wir über die Rederei gebucht haben: „Zu Besuch in den Mangroven & Gewürzfarm Sahakari“. Und zu diesem nehme ich euch heute mit.

Dieser Ausflug wird wie folgt beschrieben:

Geschichte und Tradition Goas. Rund 45 Minuten dauert die Fahrt zum Cumburjua-Fluss, wo Sie auf ein kleines Ausflugsboot steigen. Der Fluss war einst die Grenze zwischen dem Gebiet der Hindus und Christen. Krokodile wurden im Fluss platziert, die die Grenzen wahren sollten. In den Mangroven leben heute noch Krokodile und viele verschiedene Vogelarten. Bei Ihrer Fahrt kommen Sie an unberührte Orte; SIe sehen Fischer, die abseits von der Zivilisation leben. Nach ca. 30 Minuten auf dem Fluss fahren Sie zu einer Gewürzfarm, wo Sie mit einem traditionellen Brauch, Girlanden und Blumen, empfangen werden. Beim Mittagessen können Sie die ersten Gewürze der Farm testen. Anschließend haben Sie noch die Gelegenheit, die wunderbaren Gerüche von Vanille und Zimt zu riechen, bevor es zurück an Bord geht.

Hinweis: Der Fußweg beträgt 3 km und ist teils uneben. Englische Reiseleiter.

Veranstalter der Tour ist ‚Le Passage to India Tours and Travel Private Limited‘ und kosten tut das ganze 69€ für Erwachsene, 55€ für Kinder. Der Ausflug wird als Ganztagesausflug angeboten und geht über 7,5 Stunden. Preise: Stand Dezember 2016! Soweit die Theorie.

Weitere Details zu diesem Hafen – Mormugao – und allen anderen angebotenen Ausflügen sind unter anderem auf der ‚Tui Cruises Landausflugs‚ zu finden.

Hafenbereich

Dieses Mal treffen wir uns um 8:45 in der ‚TUI Bar‘ um von dort aus gemeinsam unseren Ausflug anzutreten.

Um kurz vor 9 sind wir vollzählig und bekommen das „go“, uns von der TUI Bar aus in Richtung Ausgang des Schiffes zu begeben. Im Bereich vor dem Schiff findet ihr im Vergleich zu Cochin lediglich ein paar Herren an einem Klapptisch, die Geld tauschen, Wasser verkaufen, aufgestellte Lautsprecher, aus denen laut Musik tönt und Männer, die vor bunten Aufstellern stehen und Ausflüge anbieten? Wobei das nicht wirklich ersichtlich wird im vorbeigehen.

Am Schiff entlang geht es bis circa auf Höhe der Schiffsbrücke, wo es dann Sicherheitskontrollen in Form von Landgangskarte und Kopie vom Reisepass vorzeigen gibt. Das war es auch schon. Dahinter stehen bereits die Reisebusse und ein paar kleine Vans.

Mittlerweile haben wir 9:05 Uhr, sitzen schon im Bus und fahren los. Es gibt noch einen weiteren Kontrollpunk an der Hafenausfahrt, wie auch schon in Cochin und Mumbai – wieder Papiere zeigen – und weiter geht die Fahrt.

In der Ausflugsbeschreibung angekündigt, wäre jetzt eine 45 minütige Busfahrt zum Cumbarju-Kanal.

Fahrt zum Bootsanleger „Dhauji Ferry Terminal“

Rund 34km sind es bis zum Kanal bzw. dem Dhauji Ferry Terminal. Bis dahin erzählt uns unser Guide einige interessante Dinge zu Goa, deren Kultur, wann der Wecker hier am Morgen für alle geht und wie es mit der Schulpflicht aussieht. Schaut gerne mal bei meinem Ausflugsvideo vorbei, wenn euch mehr solcher Details interessieren:

Ansonsten zeige ich euch hier gerne ein paar Impressionen, von der rund 70 minütigen Fahrt zum Anleger.

10:15 – Nach einer sehr holprigen Fahrt, dank jeder Menge Bodenwellen und keiner vorhandenen Federung in den Achsen, sind wir nun am Fähranleger angekommen! Wir freuen uns jetzt schon sehr auf eine gemütliche Bootstour. Zunächst geht es aber auf eine Fähre, die uns auf die andere Seite bringen soll.

Tolto Ferry Terminal – Jake’s Crocodile Boat Ride

Keine 10 Minuten dauert das Ablegen, die Fahrt über den Cumbarjua Kanal und das Anlegen am Tolto Ferry Terminal. Von hier aus, ist es nur ein kurzer Fußweg zum nächsten Anleger, wo wir auf die kleinen Boote steigen werden.

Dort angekommen, erwarten uns auch schon ein paar kleine Holzboote. Da wir hier gleichzeitig mit einer anderen Reisegruppe von uns angekommen sind, wird hier erst mal wieder nach Gruppen sortiert und auf die Boote verteilt.

Dann heißt es auch schon – ab auf’s Boot klettern. Wir haben das hinterste und krabbeln erst einmal über die anderen drei.

Jetzt nur noch die richtige Gewichtsverteilung in unserer Nuss finden 🙂 denn das kleine Boot hat dann doch zu Beginn ein wenig Schlagseite und würde sich sonst hier im seichten Ufer festfahren.

Mittlerweile haben wir 10:40 und die Fahrt fahrt über den Cumbarjua Kanal kann losgehen.

Zu Besuch in den Mangroven

Zunächst biegen wir links ein, auf den Cumbarjua Kanal in Richtung „Gaundalim Brücke“, die Rund einen Kilometer entfernt liegt. Auf dem Weg dorthin beobachten wir das Ufer ganz genau, schließlich sollen sich hier noch jede Menge Krokodile tummeln.

Wir unterfahren die Brücke und bei Kilometer 1.5km kommen wir an einem kleinen Dorf, weiterem Fähr-Terminal und einem kleinen blauen Hindutempel Namens ‚Shree Mahadev Temple‘ vorbei. Wir fahren zügig weiter.

Mittlerweile sind wir schon rund 4.6km den Kanal hinauf gefahren und passieren nun das Dorf ‚Adcolna‘ zu unserer linken, ein mit bis zum Rand mit Erde beladenes Boot und Fischern, die uns mindestens genauso neugierig beäugen, wir wie sie. Es geht weiter.

Noch sind keine Krokodile in Sicht und die Tour dauert auch nicht wie in der Beschreibung vermerkt 30 Minuten – was auch wirklich viel zu kurz wäre. Von daher, immer munter weiter.

 

Bei Kilometer 6.5km drehen wir eine kurze Runde. Fehlalarm – doch kein Krokodil. Wir brauchen heute einen langem Atem aber unser Kapitän hat sich in den Kopf gesetzt, dass wir auf jeden Fall heute noch ein Krokodil zu Gesicht bekommen, auch wenn es etwas länger dauert.

Seit 10:40 Uhr sind wir nun unterwegs und siehe da- um 12:20Uhr und nach knapp 10 Kilometern entdeckt ein anderer Trupp das erste Krokodil an Land. Wie auch immer Sie es da ausfindig gemacht haben, so gut versteckt wie es dort liegt. Und genau dort liegt es: 15°27’37.9″N 73°56’52.7″E  mitten im Gestrüpp.

Jetzt heißt es aber: Ab zurück und da es genauso zurück geht, wie es hin ging, bekommen wir jetzt auch noch die andere Seite des Kanals zu sehen.

Für die Rückfahrt benötigen wir rund 70 Minuten. Um 13:30 kommen wir am Anleger an. Alle man von Bord! Ach und wer sich fragt, wie das mit der Verpflegung aussah. Es wurden Getränke gereicht: Wasser, Bier, Cola und selbst gemachte Kartoffel-Gemüse-Ecken, die sich kaum einer zu essen traute. Ich hab mich geopfert und vorgekostet 🙂 Alles gut und sehr lecker. Trotzdem sind wir jetzt doch alle arg hungrig, als wir hier nun unser Boot verlassen.

Es geht wieder zurück zum Fähranleger. Die anderen Gruppen werden direkt am anderen Ufer heraus gelassen, wir kommen noch mal ins Vergnügen, mit der Fähre zu fahren.

13:45 Runter von der Fähre und ab in den Bus. Das waren nun fast schlappe 3 1/2 Stunden, die wir hier verbracht haben.

Und vom Fähranleger geht es nun weiter, auf zur 25km entfernten Sahakari-Gewürz-Farm. Bis dahin brauchen wir ziemlich genau eine Stunde, legen zwischendurch aber einen kurzer Stopp ein, um auf 17 zu hüpfen. Eine Toilette im Bus gab es bei uns nämlich zumindest nicht.

Entlang dem Stadtteil ‚Priol‘ passieren wir unendlich viele Palmen. Nach Mumbai hier so viel grün zu sehen, tut richtig gut. Die Straßen hier sind teilweise noch oder schon wieder sehr marode, sodass wir recht langsam an den kleinen Dörfern, Häusern und Geschäften vorbeifahren. Doch nun lauschen wir noch einmal unserer Reiseleitung, was uns auf der Sahakari-Gewürz-Farm erwarten wird.

Sahakari Gewürz Farm

Welcome to Sahakari Spice Farm. Wo uns ein Mittagessen und eine Führung durch den Park erwarten. Alle man raus aus dem Bus und entlang der beeindruckenden Palmen- Allee. Ich komme hier wirklich aus dem staunen nicht raus, wie hoch Palmen doch wachsen können. Wunderschön!

 

Klar, das hier ist ein wirklich sehr touristischer Ort, das merkt man schnell an den Massen, die hier durchgeschleust werden. Nichts desto trotz ist die Anlage auf den ersten Blick schön gepflegt – zur Abwechslung liegt nur wenig bis kaum Müll herum und begrüßt werden wir mit Gesang und Tanz.

Vorbei an den tanzenden Damen geht zu unserem überdachten und von den Temperaturen recht angenehmen Essensbereich. Direkt neben uns steht ein Gewässer, hier und da entdeckt man immer wieder kleine Girlanden und Verzierungen.

Wir nehmen hier auf Holzbänken platz, bekommen Cashewnüsse zum Snacken, einen Schnaps –  um vielleicht den Magen zu desinfizieren!? Ich weiß es nicht. Aber für mich gibt’s den nicht auf leeren Magen, sonst gehe ich ich nachher noch im Jungle verloren 🙂

Bevor es nun aber mit dem essen los geht, wird uns noch kurz erklärt, wo wir hier was , wie zum Beispiel die WCs, vorfinden. Nicht schön, aber es sei doch kurz erwähnt. Tragt lieber geschlossene Schuhe und nehmt euch Desinfektionszeug mit. Die Sanitäranlagen fand ich echt gruselig. Aber genug davon, denn schon bald fangen die Damen, die vorhin noch getanzt und gesunden haben an, Gerichte in großen Tonkrügen aufzutischen.

Mittagessen

Es wird reichlich aufgetischt. Neben vielen vegetarischen Speisen, werden auch Fleischeintöpfe, Salate, Weizenbrot, Reis und später noch Früchte serviert. Dieses Mal lasse ich meinen Mann vorkosten, da mein Magen leider schon mal etwas mürrisch auf schärfe und Gewürze reagiert. Der Futterneid ist jedoch so groß, dass ich mir dann doch selber einen Teller zusammenstelle. Wie geht es euch im Urlaub und mit fremden Speisen? Zur Not haben wir immer ein paar Kohletabletten dabei, die haben mir bislang zumindes gut geholfen.

Spaziergang

Nach dem Essen, wir haben nun schon 15:30, geht es auf eine geführte Runde durch die Gewürz-Farm. Hier gibt es jede Menge schöne Motive, die ich mit euch bereits auf instagram (avocayo) geteilt habe.

Umgeben von so viel Grün habe ich sogar manchmal das Gefühl, ganz alleine im Jungle zu stehen. Stellenweise ist es sogar richtig ruhig. Toll!

Nur eure Gruppe solltet ihr nicht aus den Augen verlieren beim viel hochgucken und fotografieren. Also immer schön auf die blauen Schilder achten.

Dann gibt es sogar ein bisschen Aktion. Vorgestellt wird uns ein junge Mann mit: Das ist Tarzan! Und wie er geschwind die Palme hinauf hüpft, könnt ihr euch gerne im Ausflugsvideo ansehen.

Wir drehen noch eine Runde durch den Park, uns werden alte Geräte zur Verarbeitung gezeigt, jedoch bekommen wir leider nicht direkt die Verarbeitung zu sehen oder wie welche Gewürze hier wirklich hergestellt werden.

Stattdessen, wir haben nun 16:00 Uhr, kommen wir hier in dem Bereich der Farm an, wo Gewürze, Tabletten, Getränke, Andenken usw. erworben werden können.

Noch einmal geht es entlang der schönen Palmen-Allee, zurück zum Bus.

Es ist kurz nach vier und von hier aus geht es nun zurück zum Hafen. 40 km, rund eine Stunde soll die Fahrt dauern.

Rückweg & Fazit

Es geht noch einmal vorbei an vielen kleinen Städtchen, Wäldern und Feldern bevor wir, da wir doch eine Weile im Stau standen, erst um 17:20 am Hafen ankommen.

Zur Kontrolle betritt vor Hafeneinfahrt wieder ein Beamter den Bus – Ausweise hoch, und wir dürfen auf das Gelände einfahren. Ein Gutes hat dann so ein gebuchter Ausflug über die Rederei an dieser Stelle natürlich auch: Alle man an Bord ist um 17:30, um 17:25 steigen wir aus dem Bus – man wartet auf uns. Von daher kein Grund nervös zu werden.

Mächtig durchgeschüttelt, müde von der frischen Luft, den vielen Eindrücken, spazieren wir nun bei Sonnenuntergang am Schiff entlang. Ein toller Abschluss zu unserem letzten Stopp hier in Indien.

Auch, wenn der Ausflug stellenweise etwas zäh war, fanden wir diesen im Großen und Ganzen gut. Solltet ihr genau diesen Ausflug für eure Reise ins Auge fassen, nehmt euch vielleicht ein paar Schnittchen und etwas zu trinken mit. Ausreichend Sonnenschutz schadet hier auch nie und doch festes Schuhwerk, da etwas geklettert (ins Boot) und über unebene Böden spaziert wird. Zusätzlich Geld in die Hand nehmen braucht ihr nur, wenn ihr dem Bootsfahrer, Tarzan, oder dem Reiseguide etwas zustecken möchtet. Oder natürlich auf der Gewürz-Farm etwas kaufen mögt. Ansonsten ist für Essen & trinken gesorgt.

Ich hoffe, ihr habt einen kleinen Eindruck über unseren dann doch 8 1/2 stündigen Ausflug hier rund um Mormugao gewinnen können.

Bis dahin, Namaste, eure Jenny.

>P.S.: Was für eine Kamera benutzt Du?

Eine sehr häufig gestellte Frage, die ich gerne beantworte. Für Fotos und Videos nutze ich die Sony Alpha 57 mit dem Kit-Objektiv 18-55mm. Für Action/- Unterwasseraufnahmen nutze ich die GoPro Hero 4 Silver Edition mit einem Wasserfesten Gehäuse.  * Affiliate Links:


Dieser Beitrag wurde nicht gesponsert. Hierbei handelt es sich um meine persönliche Erfahrung, Meinung und eigene Bilder!

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