Orient, Travel

Individual Anreise – mit British Airways nach Dubai

Es geht endlich los!

Das erste Mal, dass wir eine Reise so früh gebucht und so lange daraufhin gefiebert haben. Auf nach Dubai zu unserer Kreuzfahrt mit der Mein Schiff 3 auf der Route „Dubai mit Indien„.

Bereits im Februar 2016 haben wir uns für diese Route entschieden und viel Zeit mit der Planung, unserer Anreise in Eigenregie, dem Verbleib und den im Vorfeld zu unserer Kreuzfahrt geplanten Aktivitäten verbracht.

Warum die Anreise in Eigenregie? Das An- und Abreisepaket war für uns schlichtweg  unattraktiv und wir wollten Dubai und Umgebung gerne etwas besser kennen lernen. Daher galt es drei volle Tage und zwei Nächte lang vorher die Stadt selber zu erkunden.

Nächster Halt: LONDON HEATHROW

Bequem und ohne Druck packten wir tagsüber unsere Koffer und flogen am Abend, etwas verspätet, gegen 19:30 von Düsseldorf, mit British Airways und dem Airbug 319, nach London.

Die Zeit holten wir im Flug wieder rein und auch bis zu unserem Anschlussflug war noch ausreichend Zeit. Bei mir, ich gehöre zu der Kategorie „nervös und am liebsten über-pünktlich“ 😉  schnellt der Stresspegel schon bei kleinen Verzögerungen schnell hoch. Durchatmen Jenny! Wir haben quasi 3 Tage Zeit, bis wir aufs Schiff dürfen. Denn so toll ich es finde, früher und selber anzureisen, meine größte Sorge ist es, dass ich dieses Schiff verpasse 😀 Keine Ahnung, woher diese Sorge rührt. Mein Mann tut mir jedes Mal Leid, wenn wir Reisen. Hach, dass ist aber auch alles aufregend! 😉

Also nichts wie in den Flieger, Gang- und Mittelplatz – passt schon – und genug Zeit für einen kleinen „sweet or salty“ Snack sowie ein Getränk war auch noch. Nach einer Stunde und zwanzig Minuten hatten wir Teil 1 unserer Anreise auch schon erledigt. Welcome to London!

Raus aus dem Flieger und auf in Richtung „Connection Flights“! Dank 1h Zeitverschiebung haben wir ja erst kurz nach 20 Uhr.

Nächster Halt: DUBAI INTERNATIONAL AIRPORT

Meinem Man juckte es nun stark in den Fingern bzgl. unserem Weiterflug und der Idee, vielleicht ein bisschen bequemer und erholter den Nachtflug nach Dubai zu gestalten. In London, am Service-Schalter von British Airways, haben wir uns dann nach der Möglichkeit eines Upgrades von Economy auf Premium Economy oder auch World Traveller Plus erkundigt. Dort könnt ihr bei Interesse den Tages-Flugpreis erfragen und euch bei Platz ein upgrade kaufen oder eure Meilen einsetzen. Oder ihr habt vielleicht mal das Glück und bekommt auf Grund eures Status oder anderer Umstände ein upgrade.

In der Premium Economy waren tatsächlich noch ein paar Einzelsitze frei und nach ein wenig hin und her telefonieren bekamen wir sogar zwei Sitze nebeneinander.

Mit neuen Tickets und noch mehr Spannung im Gepäck ging es weiter. Zunächst durch die Sicherheitskontrolle – im übrigen (wenn ich richtig gesehen habe) ausschließlich Körperscanner, um dann in Terminal 5 zu landen.

Ursprünglich hatten wir die Idee, hier bei „Gordon Ramsays Plane Food“ zu Abend zu essen, allerdings war Terminal 5 nicht unser Finales Gate und, wie ihr euch vielleicht denken könnt – Jenny wurde schon wieder etwas nervös. Ein Blick auf die Tafel zeigte uns dann auch unser finales Gate an: C57.

Und dieses Gate wird auch mit der Bahn angefahren. Also die lange Rolltreppe hinunter und immer der Beschilderung nach.

Und, mussten wir nun lange auf den Zug warten und haben lange bis zum Gate C57 gebraucht? Ich sag mal so: Zumindest ein Getränk wäre bei Gordon drin gewesen 😉

Denn der Zug stand bereit und die Fahrt dauerte höchstens 4 Minuten. Ich weiß nicht, wie es hier zur Rush-hour aussieht, ob es dann zu langen Wartezeiten kommt, aber in unserem Fall waren wir ruck zuck an unserem Gate.

British Airways Dreamliner

Und nach ein paar Rolltreppen rauf und Laufmetern später standen wir auch schon vor unserem Gate und Flugzeug. Ich beobachtete nun entspannt das beladen des Flugzeugs und mein Mann konnte sich ein bisschen entspannen.

Nach knapp 15 Minuten begann auch schon das Boarding und der nette neue Aufdruck auf unserem Flugticket „World Traveller Plus“ erlaubte uns, mit als eine der ersten einzusteigen. Davon kann man jetzt halten was man will. Ich find’s klasse, denn sobald ich im Flieger sitze, legt sich die Aufregung langsam. Den Flieger verpassen kann ich dann nämlich nicht mehr.

Tja. Kaum hab ich mich beruhigt, wird der Mann ganz aufgeregt: „Das ist ja der neue Boing 787 Dreamliner mit den Fenstern, die man Stufenweise verdunkeln kann.“ An Schlaf war (fast) nicht zu denken 😉 Das lag aber nicht an den tollen Fenstern, nein! Das Board-Kino bzw. Filme-Programm hatte es in sich. Und noch vor dem Start die quälende Frage: Wie viele Filme schaffe ich in knapp 7 Stunden?

Was macht denn jetzt diese Premium Economy / World Traveller Plus im Gegensatz zur Economy aus? Das ich mich da auskenne, wäre gelogen. Wen es dennoch interessiert, der darf hier gerne mal klicken und wird auf die Seite von British Airways weiter geleitet.

Aber auch der Laie – also ich – erkennt ein paar Unterschiede: Breitere Sitze, mehr Beinfreiheit, noch beim Boarding wurden uns Getränke in richtigen Gläsern serviert und Sekt angeboten. Es gibt ein kleines Amenity Kit (mit Zahnbürste, Schlafmaske usw.) und – ja, jetzt haben Sie meine volle Aufmerksamkeit- ein Menü. Hmmm oder besser gesagt Mmmmhhh. Gordon ist schon vergessen.

Abendessen an Bord

Na jetzt kann man die „Speisekarte“ auf Grund der kuscheligen Lichtverhältnisse gar nicht richtig lesen. Aber das stand auf dem Plan:

STARTER

Red cabbage coleslaw with cranberry

MAIN

Zorbian lamb with cardamom and cinnamon spices rice, aubergine and okra in tomato sauce (the meat used in preparation of this dish is certified Halal)

or

Seared fillet of British beef with salt beef buttered cabbage, honey-roasted parsnips, whole-grain mustard and gherkin jus

DESSERT

Malted chocolate pot

Das gewählte Gericht wurde schon relativ zügig nach dem Start und dem erreichen der Flugreisehöhe auf Porzellan und mit echtem Besteck serviert. Dazu Gin, Wein, Sekt, Wasser, Tee, Kaffe, Säfte nach belieben.

Während und nach dem Essen ist das Licht in der Kabine gedimmt. Es ist gemütlich, jeder isst, schaut Filme oder Serien und es ist wunderbar still hier. Mag aber auch an den Geräusch-reduzierenden Kopfhörern liegen.

Gute Nacht

Ich klappe meinen Sitz nach hinten, mein Kopf ist ins Nackenhörnchen geschmiegt und schlafe doch kurz ein. Es ist nun – bis auf die Monitore – komplett dunkel in der Kabine. Alle Lichter sind aus.

„Kurz“ ist relativ. 3 1/2 Stunden sind schlafend vergangen. Doch nun blendet mich etwas, als ich mich aufrichte. Wow! Durch die blau getönten Scheiben scheint nun schon die Sonne! Das sieht ja spannend aus. Bald sind wir da. Aber erst einmal gibt es Frühstück.

BREAKFAST

A light refreshment will be served prior to arrival, including juice, tea and coffee.

So steht’s in der „Speisekarte“ geschrieben und so sieht’s aus:

Ein Joghurt mit Mangostückchen

Weißbrötchen/Mürbchen mit Eiersalat

Kellogs Riegel

Und schon befinden wir uns im Landeanflug auf Dubai! Der Flug ging gefühlt wirklich schnell rum.

Wie viele Filme ich geschafft habe? Einen! Money Monster. Mein Mann immerhin zwei. Er hat gekämpft 😉

Beim Verlassen des Fliegers bei Tageslicht sieht man auch noch mal die Sitzbereiche besser. Alle Fenster sind dimmbar bzw. lassen sich in verschiedenen Blautönen/ Lichtdurchlässigkeits-Graden abdunkeln.

Noch ein kleiner Blick in die „Club World“ Kategorie, dann heißt es auch: Welcome to Dubai! Das war doch tatsächlich eine richtige schöne Anreise. Anreisen macht eh mehr Spaß als Abreisen. Da verzeiht der Körper einem auch schon mal den Schlafmangel mit Aussicht auf Sonne.

Welcome to Dubai

Wolkenlos und sandig gelb begrüßt uns Dubai bereits jetzt schon. Guten Morgen! Es ist 8:45 Uhr Ortszeit.

Auf dem Weg durch die Einreisekontrolle bis hin zur Gepäckausgabe haben wir ein wenig Zeit um uns unsere Beine zu vertreten.

Auch hier gibt es unglaublich kurze Wartezeiten. Mit dem selbst-fahrenden Zug geht es ins Ankunftsterminal.

Schlappe 2 Minuten 30 Sekunden dauerte die Fahrt ins Terminal. Warum ich das weiß? Weil ich unsere Reise fleißig mitgefilmt habe. Das Video dazu findet ihr auch ganz unten im Beitrag.

Die warmen Sonnenstrahlen wecken Erinnerungen an den noch nicht ganz so fernen Sommer in Deutschland. Herrlich!

Im Terminal angekommen geht es in einen großzügigen Eingangsbereich. Es wird mir eine Nummer angesagt, zu der ich zu gehen habe. „Why are you here?“ – „Vacation“. Pass durchziehen, Stempel rein und weiter gehen. Das ging wieder mal flott.

Noch ein paar Meter die Beine vertreten, dann kommt die Gepäckhalle.

Ich hab heute noch nicht genug gesessen und schau mir das Gepäckband-treiben aus der Ferne an. Keine 10 Minuten, dann geht’s auch schon weiter.

Und ehe wir uns versehen, sitzen wir schon im Taxi. Es sind 24°C und wir fahren zum Hotel.

Vorbei an den zahlreichen Baustellen.

Den vielen Fahnen und Flaggen in Vorbereitung anlässlich des 45. Jahrestages am 2.12.2016.

Und dann sind auch schon die zwei Türme (das eine Hotel, das andere Büro) – die Jumeirah Emirates Towers am Horizont zu erkennen.

12 Kilometer sind es gerade mal vom Flughafen bis zum Hotel und um diese Uhrzeit 12 Minuten später sind wir auch schon da!

Was so eine Fahrt mit dem Taxi kostet? 25DHS (Dirham) ist die „Startgebühr“ am Flughafen. Bis zum Hotel waren es 52DHS = knapp 13,50€.

Wir sind da! Ziemlich genau 13 Stunden haben wir von unserer Haustür bis zur Hotelzimmertür gebraucht.

Eingangsbereich des Hotels.

Rezeption und check-in.

Begrüßungs-Getränk des Hotels. Eine Art Limetten-Minze-Limonade. Unglaublich gut!

Es geht aufwärts in die 11 Etage.

Blick aus dem Fahrstuhl auf die Hauptverkehrsstraße Sheikh Zayed Road

Ab aufs Zimmer.

Und hier endet auch mein erster Blogpost zu unserer Anreise nach Dubai. Ich bin aufgekratzt, mein Mann möchte einen kurzen Mittagsschlaf machen 🙂

Hallo Dubai – gib uns noch ein paar Minütchen! Gleich schon geht’s auf Erkundungstour.