Orient, Travel

DUBAI | Jeeptour & Falkenshow in der Wüste

DUBAI | VAE – Ausflug: Jeeptour & Falkenshow in der Wüste

Salam Alykum aus Dubai. Wir haben unserer letzten Hafen dieser Reise erreicht. Aber heute wird noch nicht abgereist – nein! Wir bleiben eine Nacht über mit dem Schiff hier liegen. Das heißt: Es bleibt noch Zeit, um Dubai bzw. dieses Mal die Wüste zu entdecken. Wir haben uns hier für einen geführten Ausflug, gebucht über die Rederei entschieden und dieser nennt sich „Jeeptour & Falkenshow in der Wüste“ und genau auf diesen nehme ich euch heute mit.

Jeeps, Dünen und Falken.

Nach rund 45 Minuten Anfahrt auf asphaltierten Straßen beginnt für Sie das Abenteuer Wüste. Eine Fahrt mit dem Jeep durch faszinierende Natur ist für jeden Orientbesucher ein absolutes Erlebnis. Die erfahrenen Jeepfahrer steuern mit Ihnen durch unzählige malerisch geformte Dünen. Nach rund 1 Stunde Fahrspaß pur stoppen Sie inmitten der Wüste, erhalten ein erfrischendes Getränk und schauen sich eine eindrucksvolle Falkenshow an! Falken in der Wüste: Arabischer kann ein Ausflug im Orient kaum sein! Nach diesem authentischen Erlebnis fahren Sie zurück zur Mein Schiff®.

Hinweis: Dieser Ausflug ist für Gäste mit Rückenbeschwerden und Schwangere nicht geeignet. 4-6 Personen pro Jeep. Die Show findet mitten in der Wüste ohne Schattenplätze und ohne Sitzplätze statt.“ (Quelle: Mein Schiff Landausflüge – Reisezeitraum 21.11.2016-27.03.2017 Mein Schiff 3 – S. 36)

Veranstalter dieser Tour ist Travco L.L.C, kostet zu unserer Zeit der Buchung 69€ für Erwachsene, 59€ für Kinder, geht über 4 Stunden, inkludiert ist Erfrischung und los ging es um 09:45 Uhr von der Schau Bar auf Deck 5 der Mein Schiff 3 aus.

Treffpunkt & Autozuweisung

Es heißt erst einmal anstehen, um sich bei den Herrschaften der Ausflugsorganisation an Bord zu melden und gleichzeitig ein Auto zugewiesen zu bekommen. Die Nummer 11 ist es geworden. 11 Autos gibt es auch total und diese werden meist mit 4-6 Personen belegt. Wir sind schon gespannt, mit wem wir nachher im Auto sitzen werden.

Nach dem alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen vollzählig und einem Auto zugewiesen worden, machen wir uns gemeinsam auf den Weg. Vorbei am Schiff  und durch die Sicherheitskontrolle geht es anschließend hinaus auf das Hafengelände. Dort warten Busse, Taxen und unsere Geländewagen.

Fahrt zum ‚Sahara Amusement‘

Unser Fahrer namens Samir sowie unsere zwei Mitfahrer Peter & Jutta stehen bereits am Auto. Mit uns beiden ist unser Auto auch schon komplett.

Es heißt: Alle Mann ins Auto, anschnallen und schon geht unsere Fahrt aus der Stadt hinaus, vorbei an Wüste und Kamelen, zum Rund 65km entfernten „Sahara Amusement“ welches nicht mehr in der Stadt Dubai, sondern in der Nachbarstadt Schardscha liegt.

Falkenshow

Angekommen am Sahara Amusement lassen unsere Fahrer schon mal etwas Luft aus den Reifen, denn die dadurch entstehende größere Auflagefläche sorgt nachher dafür, dass wir im Idealfall gar nicht erst im Sand stecken bleiben.

Für uns geht es jetzt erst einmal auf das Gelände um dort eine Falkenshow anzusehen. Der Stargast ist auch schon da. Dieser hat noch seine Haube auf um ihm somit unnötigen Stress zu ersparen aber auch, damit er nicht bereits erspähte Beute in der Ferne jagen möchte. Während wir Menschen nämlich mehr als 200.000 Sehzellen haben, besitzen Falken schon mal bis zu 1.5 Millionen! Wie sagte der Falkner so schön, wenn er würde, könnte der Falke ein Buch in 30 Metern Entfernung lesen.

Nach so unendlich vielen interessanten Details zu der Falknerei, dem Falken an sich – wirklich interessant! – geht es daran zu demonstrieren, wie flink, wendig und präzise so ein Falke agieren kann. Dafür nimmt er ihn auf seinen Lederhandschuh, trägt ihn erst mal ein gutes Stück weit von uns weg um dann die Hause zu entfernen, worauf hin der Falke direkt in die Luft steigt. Haube ab heißt: Es geht los!

Vielleicht fragt ihr euch, wieso der Falke überhaupt zum Falkner zurück kommt und nicht das Weite sucht?  Zum einen beruht die Beziehung zwischen Falkner und Vogel auf Vertrauen und positiver Verstärkung in Form von, ganz einfach ausgedrückt: Ich komm wieder zu Dir und bekomme eine Belohnung dafür.

Was ihr auf dem Foto (s.o.) seht, ist das sogenanntes Federspiel: eine Art Beuteattrappe, die an einer langen Schnur geschwungen und geworfen wird. Am Ende der Schnur, neben den Federn, ist ebenfalls eine Belohnung festgebunden. Der Falke versucht nun immer wieder diese falsche Beute zu ergreifen, während der Falkner im diese immer wieder wegzieht, um ihn dazu zu animieren, Vorbei zufliegen, zu Wenden, diese erneuten anzuvisieren und zu jagen. Das Spiel wird einige Male wiederholt, quasi das jagen einer echten Beute simuliert und noch ein paar Runden, darf er die Beute dann auch fangen.

Jetzt ist der Falke natürlich nicht darauf trainiert und trainierbar, die Beute zu apportieren. Er hat’s gefangen – also runter damit. Da die Tiere in manchen Regionen aber tatsächlich zum Jagen genutzt werden, muss der Falkner dem Vogel folgen, ihm auf der Beute eine Belohnung anbieten, damit er davon ablässt. In unserem Fall mochte der Falke aber sein Spielzeug ganz besonders und musste ein bisschen mehr Überzeugungsarbeit leisten, damit er ab ließ.

Wirklich wunderschöne und spannende Tiere.

Wüsten-Safari

Anschließend geht es zurück zu den Autos, denn als nächstes steht eine rund ein stündige Jeep-Tour durch die rote Wüste auf dem Programm und da muss ich gar nicht groß zu sagen. Hier möchte ich euch einladen, das Video zu unserem Ausflug anzusehen. Dort erhaltet ihr einen wirklich guten Einblick in Wüsten-Safari.

Wir sitzen eindeutig im besten Auto der ganzen Kolonne. Das letzte in der Kolonne. Unser erfahrene Fahrer Samir dreht nämlich ständig extra Runden, weicht von der Route ab, fährt hier und dort noch mal hoch und runter, während die anderen schon mal brav in Reih und Glied vor uns her fahren. Hehe. Wir haben dabei auf jeden Fall mächtig Spaß aber auch nur, weil wir alle die Fahrt gut wegstecken. Was ich damit meine? Nun ja, es ist schon sehr holprig und ein Fahrzeug muss zum Beispiel anhalten, da einer Passagierin schlecht wurde. Ob man die Fahrt mit einer Achterbahn vergleichen kann? Ich würde sagen: Ja! Es ruckelt, der Wagen rutscht, wechselt promt die Richtung, fährt auf uns ab. Das könnt ihr im Video sehr gut erkennen.

Selten hat aber genau dieses gehopse so viel Gelächter und Gekicher bei unserer Truppe ausgelöst. Meine Wangen tun vom ganzen lachen und grinsen schon fast weh.Irgendwie fühlte ich mich wie ein Kind bei dieser Fahrt.

Nach eine Weile machen wir eine kurze Pause, bekommen etwas zu trinken und dürfen auf den Dünen ein wenig herumlaufen. Die kurze Pause tut mir sehr gut, denn das auf und ab und geholpere schlägt mir zwar nicht auf den Magen, ist aber generell sehr anstrengend für den Körper. Ein schöner Ganzkörper-Muskelkater ist da fast schon vorprogrammiert.

Anschließend machen wir uns auf den genauso langen, aber etwas ruhigeren Rückweg aus der Wüste hinaus. Zwar geht es wieder auf und ab, aber in einem etwas gemächlicheren Tempo. Mit knirschenden Objektiven und einer Menge Sand zwischen den Zehen und Zähnen, fahren wir bald schon den Fahnen am Rande der Wüste und somit dem Wüstenende entgegen.

Rückfahrt & Fazit

Wir haben die Wüste verlassen und halten an einer kleinen Seitenstraße. Wir steigen alle aus, denn die Fahrer müssen die Reifen wieder aufpumpen, damit wir weiter über den Asphalt zurück zum Schiff fahren können. Praktisch, denn gleich hier gibt es die Möglichkeit austreten, in einem kleinen Supermarkt/Souvenirladen noch etwas zu shoppen oder sich mit einer Kokosnuss zu erfrischen.

Nach 5 Minuten sind alle Autos wieder Straßen-tauglich und von hier aus geht es auf die rund 40 minütige Rückfahrt zum Schiff.

Wie vorab schon erwähnt, hatten wir einen Mords Spaß. Wir wussten nicht, was uns hier erwartet würde. Wie auch, das war unsere erste Falkenshow und Wüstensafari. Das wir so viel lachen würden und vorab sogar auch noch vieles über Falken und die Falknerei lernen würden, damit haben wir nicht gerechnet. Ein für uns durch und durch lohnenswerter und vielseitiger Ausflug.

Da die Frage allzu gerne kommt: Welche Sprache wurde gesprochen? Englisch! Der Falkner sprach sehr gutes und verständliches Englisch. Zu Gute kam aber den nicht englisch sprechenden Gästen des Schiff, dass wir eine Fotografin vom Schiff mit dabei hatten, die viele Erläuterung des Falkners übersetzte. Die Fahrer sprachen allesamt Englisch.

Ich hoffe, dass ihr einen guten Einblick in die von der Rederei angebotene Jeeptour & Falkenshow in der Wüste gewinnen konntet und dieser Beitrag euch bei eurer Entscheidungsfindung helfen wird.

Die Jenny

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Ihr wollt die Wüste per Buggy, Kamel, Heizluftballon oder Quad erkunden? Oder ein ruhiges und romantisches Dinner in der Wüste erleben? Dann sind die folgenden Ausflüge vielleicht etwas für dich:

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Eine sehr häufig gestellte Frage, die ich gerne beantworte. Für Fotos und Videos nutze ich die Sony Alpha 57 mit dem Kit-Objektiv 18-55mm. Für Action/- Unterwasseraufnahmen nutze ich die GoPro Hero 4 Silver Edition mit einem Wasserfesten Gehäuse.