Karibik, Travel

DOMINICA – Canyoning

Willkommen auf DOMINICA – let’s go CANYONING!

Am heutigen Tag haben wir uns für einen ganz besonderen Ausflug entschieden. Es geht zum Canyoning. Gebucht über die Rederei und ausgeführt von Extreme Dominica.

Da uns das begehen und abseilen in einem Flusslauf schon letztes Jahr auf Madeira so unglaublich viel Spaß gemacht hat, haben wir nicht lange gezögert und diesen Ausflug gebucht. Als Gruppe wurden wir gemeinsam schob um 08:30 direkt am Schiff abgeholt und fuhren zunächst einige Zeit durch die atemberaubende Natur Dominicas.

Am „Camp“ angekommen, gab es zunächst eine mündliche Einweisung, es wurden Neoprenanzüge und Helme verteilt. Im Anschluss ging es an eine kleine Kletterwand, wo unter viel Gelächter gezeigt wurde, wie man sich richtig abseilt und wie nicht. Jeder musste diese Übungen mindestens einmal nachmachen und dann ging es in kleinen Vans los zum Startpunkt.

Nach einem kurzen Fußmarsch durch den Dschungel hörte man bereits von weitem den ersten Wasserfall rauschen. Die Spannung steigt!

Welcome to the Jungle

Es wurde gar nicht lange rumgefakelt. Die Guides sicherten uns, gaben letzte Instruktionen und schon hing ich als Erste am Hang, seilte mich ab. Zeit zum zögern gab es nicht, denn immerhin wartete eine Truppe von 20 Leuten darauf, sich nach und nach abzuseilen.

Canyoning

Oben wurde man gesichert und „unten“ standen schon 2 singende und bestens gelaunte Guides um einen in Empfang zu nehmen. Nicht das man glaubt, dass da unten jetzt harter, nackter Fels auf einen wartete – nein! Aber ein klein und nicht sehr tief aussehendes Wasserloch, das im Schatten der Schlucht doch schon etwas bedrohlich wirkte. So war ich doch kurz verwirrt, als mich die beiden Guides circa 2 Meter über dem Wasser anhielten und sagten „I’m gonna drop you now“ („Ich lass dich jetzt fallen“) – ‚Was, wie meint er das denn jetzt…‘ und platsch! Sicherung gelöst und ab ins gar nicht so kalte Nass! Genial! Der erste Wasserkontakt – Schrecksekunde und dann WOW!

Glasklares Wasser erwartete uns und sogar ein paar Krebse haben sich hier hin verirrt.  Die schwarzen Felsen und die unglaublich satt-grüne Vegetation wirkt sehr beeindruckend. Von jetzt auf gleich war ich 20 Meter tiefer als die restliche Truppe und blickte die Schlucht hinauf. Da bin ich gerade hinunter geklettert? Wow!

Immer wieder musste man sich überwinden, in ein wieder mal viel zu klein und niedrig aussehendes Wasserloch zu springen, sich an der Felswand lang-schlängeln oder einfach einen Fels hinunter rutschen. Aber alles war sicher, tief und groß genug.

Ein echtes Abenteuer

Ich weiß auch gar nicht mehr, wie lange wir letzten Endes durch die Schluchten kletterten. Aber 2-3 Stunden bestimmt!? Natürlich ging alles viel zu schnell vorrüber und ich glaube so ziemlich alle hätten am liebsten „noch mal!“ gerufen, wären wir nicht doch ein wenig erschöpft nach so viel Spaß und Adrenalin.

An Ende ging es dann relativ still einen Hang zurück zum Van hinauf. Da es ja die ganze Zeit den Flusslauf hinab ging, muss es unweigerlich irgendwann wieder hinaufgehen. Aber auch hier sorgte die wunderschöne Landschaft für ein tolles Bild.

Zurück im Camp

Im Camp selber entledigten wir uns schnell unserer nassen Montur und wurden gleich mit frischem Frucht-Punch und hausgemachten Muffins von der Dame des Hauses begrüßt.

Glücklich, satt und k.o. ging es dann auch zeitnah schon wieder mit dem Bus zurück zum Schiff.  Eine absolut empfehlenswerte Tour und Kenntnisse im klettern sind nicht nötig.

Wer die Möglichkeit hat: Geht Canyoning! Und wer vielleicht nicht mit der AIDA auf Dominica ist, kann natürlich auch privat diesen Ausflug buchen. Einfach mal auf der Webseite der Jungs von Extreme Dominica vorbeischauen.

Spaziergang durch Roseau

Da wir bereits schon wieder gegen 12:30/13:00 zurück am Schiff waren, blieb noch jede Menge Zeit um die kleine Stadt Roseau zu erkunden.

Die steil aus dem Meer aufragende Vulkaninsel Dominica macht mit einer Vegetation von verschwenderischer Fülle das Fehlen von Traumstränden mehr als wett, findet ihr nicht auch? Die Insel hat eine unglaublich reiche Flora und Fauna, unzählige Wasserfälle, Seen und Flüsse.

Obwohl die Inselhauptstadt Roseau nur eine relativ kleine Stadt ist, gibt es hier fußläufig einiges zu erkunden. Neben einer öffentlichen Bücherei, dem Gerichts- und Regierungsgebäude findet man ein paar Straßen weiter die Kirche Our Lady of Fair Heaven, eine Methodistenkirche aus dem 18. Jahrhundert, das Fort Young und Lokales Kunsthandwerk kann auf dem alten Markt bestaunt werden.

 

Abfahrt aus Dominica

Wir haben wirklich einen tollen Tag hier verbracht.

Nächste Etappe: 67 Seemeilen (124 km) bis Pointe-à-Pitre, Guadeloupe.

>P.S.: Was für Kameras benutzt Du?

Eine sehr sehr häufig gestellte Frage, die ich gerne beantworte. Für Fotos und Videos nutze ich die Sony Alpha 57 mit dem Kit-Objektiv 18-55mm. Für Action/- Unterwasseraufnahmen nutze ich die GoPro Hero 4 Silver Edition, meist mit einem Wasserfesten Gehäuse.

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