Karibik, Travel

GUADELOUPE – schnorcheln im Naturschutzgebiet

Schnorchelausflug auf der Schmetterlingsinsel

Wie ein Schmetterling wirken die beiden Inseln Basse-Terre & Grande-Terre aus der Luft betrachtet. Beide Teile bilden zwei sehr unterschiedliche Inselteile, die durch La Rivière Salée, einem schmalen Meeresarm, getrennt sind. Im Osten – Grand-Terre, flach und trocken jedoch mit vielen traumhaften Stränden, im Westen, Basse-Terre – eine Vulkaninsel, dessen Mitterlpunkt ‚La Soufrière – die Schwefelgrube‘ bildet.

Hier kommen Naturliebhaber auf ihre Kosten! Eine faszinierende Insel mit Wasserfällen wie der ‚Krebswasserfall‘ im Nationalpark der sich in einen Naturpool ergießt oder die tosenden ‚Carbet‘-Wasserfälle, die aus einer beeindruckenden Fallhöhe von 110m hinabrauschen, umgeben von üppigem Tropengrün.

Wir für unseren Teil haben uns heute entschlossen, an einem geführten Schnorchelausflug (GUA T05) teilzunehmen. Dieser wird von AIDA angeboten und betreut und folgendermaßen beschrieben:

„Geführter Schnorchelausflug in Jacques Cousteaus Unterwasserparadies“ – GUA T 05

  • Stationen: Mit dem Bus zu einem schwarzen Sandstrand; Einweisung durch AIDA Tauchlehrer in den Schnorchelsport; mit dem Tauchboot zum Schnorchelriff; Rifflandschaft unmittelbar unter der Wasseroberfläche; Unterwassernaturschutzpark mit farbenfrohen Korallengärten; Lebensraum von Langusten, Schildkröten und Fischschwärmen; danach zum Basen und Relaxen am naturbelassenen Sandstrand; Rückfahrt zum Schiff.
  • Hinweis: Mindestalte 12 Jahre, SCUBAPRO-Schnorchelleihausrüstung inklusive, Snackbars am Strand.
  • Kosten pro Person: 59,95EUR
  • Dauer: ca. 8 Stunden

Und so war es: Die Schnorchelausrüstung musste bereits am Vorabend abgeholt werden (Flossen, Brille und Schnorchel werden gestellt). Circa 20 Minuten anstehen, sich für die geliehenen Teile in Listen eintragen und fertig. Wir haben uns eigene Taucherbrillen und Schnorchel mitgebracht da mein Mann ziemlich schlechte Augen hat und eine Tauchrbrille mit Stärke benötigte. Natürlich hätte man auch mit Kontaklinsen tauchen können, aber wer schon mal Salzwasser in seine Augen bekommen hat, oder diese gar beim schwimmen verloren hat weiß glaube ich, dass das nicht so schön ist 🙂

Wer nicht viel Zeit/Lust zum lesen oder scrollen hat, kann sich gerne unser Video zu Guadeloupe anschauen:

Am Ausflugstag ging es schon zeitig los – immerhin dauerte der Ausflug 8 Stunden – und so wurde sich bereits um 8:00 Uhr am Ausflugscounter getroffen. Anschließend ging es circa 1 1/2 Stunden mit dem Bus quer über die Insel – von Pointe-à-Pitre bis zum Unterwassernaturschutzpark Cousteau. Die doch etwas längere Fahrt sorgte bei einigen Gästen für nicht ganz so gute Laune – irgendwie verständlich – von 8 Stunden Ausflug dann am Ende 3 Stunden im Bus zu sitzen – nun gut.

 

Am Strand angekommen, ging es über einen kleinen Steg direkt zu einem kleinen Motorboot. An Board wurden wir noch kurz auf ein paar wichtige Dinge hingewiesen, wie zum Beispiel, dass es streng verboten ist, Korallen anzufassen oder ihnen zu nahe zu kommen. Vor Ort (unter Wasser) befanden sich sogar 2 Aufsichtspersonen die Taucher und Schnorchler beobachteten und es bei Verstoß zu Geldstrafen kommen würde. In der Karibik herrscht strenger Artenschutz – absolut gerechtfertigt!

Es ging los Richtung „Îlet Pigeon“ – eine kleine Insel, vor der sich das Unterwassernaturschutzgebiet befindet, ca. 1.2 km und 15 Minuten vom Festland entfernt.

Es wurden noch neon gelbe Schwimmwesten verteilt und nach nur wenigen Minuten ging es direkt ins Wasser. Das Boot selber war ein paar Meter von der Insel entfernt festgemacht und so sprang man zunächst ins circa 6 Meter tiefe Wasser. Zur Insel hin, wurde das Wasser immer seichter, teilweise sogar so flach, dass man dort nicht hätte schnorcheln können ohne die Korallen zu berühren – dort waren auch die Aufsichtspersonen positioniert die den ein oder anderen Schnorchler harsch ermarnten doch bitte Abstand zu halten, denn sich dort kurz hinzustellen um sich auszuruhen war nicht gestattet.

 

Ich finde, hier sprechen die Bilder wirklich für sich. Eine unglaubliche Vielfalt an Korallen und Fischen gab es dort zu bestaunen. Man hatte genügen Zeit, sich entlang der kleinen Insel treiben zu lassen. Sollte man außer Atem sein und eine Pause benötigen, war das Motorboot nur ein paar Meter weit entfernt festgemacht. Dazu war eine Tauchlehrerin von AIDA mit dabei sowie hielt unser Bootsfahrer Anfangs von Board aus und später im Wasser ausschau nach seiner „Mannschaft“.

Nicht zu unterschätzen ist die Sonenneinstrahlung bei so einem Tauchgang! Immerhin hatten wir 30°C und keine Wolke am Himmel. Eine Kombination, die schon nach kurzer Zeit seine Spuren hinterlässt. Ich für meinen Teil hatte mir deshalb einen ziemlich unsexy aber nützlichen Badeanzug mit Bein geholt und ein Funktionsshirt übergezogen. Gibt zwar eine interessante Bräunungs-Kante am Knie, aber zumindest keinen Sonnenbrand 🙂 Bin da ein bisschen geschädigt von diversen Sonnenbränden aus meiner Jugend…nun ja. Kleiner Tip halt am Rande…

 

 

Auch sehr positiv war, das immer nur eine gewisse Anzahl an Tauchern & Schnorchlern in das Gebiet durfte und man sich nicht ständig im Weg „stand“. Nach einer guten Stunde hieß es dann wieder zurück an Board und zurück zum Strand: Erholung, Sonnen und etwas essen standen nun auf dem Programm.

 

Nach einer kurzen Verschnaufspause am Strand, hatten wir noch die Möglichkeit selber am Ufer schnorcheln zu gehen. Hier haben wir dann auch endlich Schildkröten gesehen, die wir zuvor an der „Îlet Pigeon“ vermisst hatten.

 

Ein wirklich gelungener Schnorchelausflug und entspannter Tag am Strand.

Da machte der verspätete Bus und die 1 1/2 stündige Rückfahrt nicht mehr viel aus, denn Dank Sonne, Meer und schunkeldem Bus schlief so ziemlich jeder direkt ein.

Fazit: Bei so einem Schnorchelausflug sieht man zwar unglaublich viel vom Unterwasserleben der Insel, aber von der Insel selber nicht sehr viel (obwohl, Dank der längeren Busfahrt sieht man zumindest etwas von Land & Leuten, ein paar Städtchen und Strände). Da man sich aber nur ein paar Stunden auf der Insel aufhält, muss man sich im Vorfeld entscheiden: Möchte ich lieber die Unterwasserweld erleben oder das Landesinnere mit Wasserfällen, Sehenswürdigkeiten etc. erkunden. Wir haben uns hier klar für die Unterwasserwelt entschieden, da wir viel positives über dieses ‚Unterwassernaturschutzgebiet‚ (<- Link zu tripadvisor) im Vorfeld gelesen haben.

Nächste Etappe: 125 Seemeilen (231 km) bis St. John’s, Antigua.

Equipment:

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